Im Internet finden sich eine schier unüberschaubare Anzahl an Artikeln, die sich mit dem Thema der Gesundheit bei Katzen beschäftigt. Sicherlich gibt es hier auch viele gute Beiträge, aber leider findet man auch viel Unsinn.

Wie soll sich der Katzenbesitzer hier orientieren? Was ist richtig und wichtig für die Katze? Ist gesunde Ernährung die Garantie für eine gesunde Katze?

Zunächst muss man hierzu sagen, dass es „DIE“ Katze so gar nicht gibt, denn vergleichbar mit dem Menschen gibt es bei Katzen auch sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen „Typen“. Es gibt sehr gesellige Katzen und Katzen die am liebsten Zeit mit sich selbst verbringen. Es gibt Katzen die jeden Tag „viel zu erzählen“ haben und Katzen die eher still sind. Es gibt sehr aktive Katzen und andere die eher „faul“ sind. Man könnte diese Liste beliebig weiterführen…

Dann sind da natürlich die verschiedenen Katzenrassen und die Unterscheidung von „Haus- oder Wohnungskatzen“ und „Freigängern“.

Daraus folgt eben auch, dass es ziemlich schwierig scheint „Allgemeine Tipps“ für die Gesundheit der Katze zu formulieren oder besser gesagt scheint es doch nahezu unmöglich „universelle“ Tipps für die Katzengesundheit zu formulieren.

Wenn man sich ernsthaft mit dem Thema der Gesundheit der eigenen Katzen beschäftigen möchte, dann muss man sich eben auch ernsthaft mit den verschiedenen Charakteren und Wesen auseinandersetzen, um zu erfahren was für die Katze auch wirklich gut ist und was vielleicht eher nicht.

Zum Auftakt dieser Themenreihe möchten wir von Einblicken aus Erfahrungen und Gesprächen mit Katzenbesitzern und Tiermedizinern berichten. 

Diese Beiträge sind also Schilderungen „aus der Praxis“ und erheben nicht den Anspruch auf „Wahrheit“ – quasi alle Angaben ohne Gewähr. Dies ist für das Team von Lucie und Nala besonders wichtig, denn wer kann schon von sich behaupten die „Wahrheit“ für sich gepachtet zu haben.

Gesellschaft und Fürsorge

Katzen kommen eigentlich ganz gut alleine zurecht – sie brauchen den Menschen nicht wirklich. Eine Katze findet sich in „freier Wildbahn“ stets recht gut zurecht und findet auch geeignetes Futter.

Katzen gewöhnen sich aber auch an die Menschen bei denen sie leben und passen sich auch an deren Lebensrhythmus an. Wenn der Mensch morgens das Bett verlässt nimmt die Katze manchmal den Platz dort ein. Am Nachmittag mag die Katze auch die Gesellschaft, wenn ihr Mensch auf dem Sessel ein Buch liest. Am Abend genießt es die Katze auch gemeinsam eine Serie zu schauen.

Was die Katze sich dabei denkt? Wir wissen es nicht und werden es wohl auch nie wissen. Für die Menschen die mit ihren Katzen leben gibt es jedoch klare Muster in den Verhaltensweisen ihrer Katze und auch Erklärungen dafür.

Selbst die „Dialoge“ mit der Katze werden ausführlich dargelegt und erläutert.

Katzen machen sich bemerkbar und wollen etwas von den Menschen – das kann natürlich der Wunsch nach Futter sein, aber es ist durchaus auch der Wunsch nach Nähe und Zuneigung.

Katzen sind häufig sehr anfällig für Stress. Stress der auch zu Krankheit führen kann – ganz ähnlich wie beim Menschen. Dieser Stress kann durch verschiedene Dinge ausgelöst werden: Neue Haustiere im Haushalt, viel Lärm, Veränderungen im Verhalten der Menschen, Katzenbesitzer die längere Zeit nicht mehr für die Katze da sind, usw.

Gerade in Haushalten mit mehreren Menschen und Katzen und vielleicht auch anderen Haustieren können hier Umstände entstehen, die für die Katze auch unangenehm und stressvoll sind.

Im Umgang mit der Katze sollten die Menschen also stets bedenken, dass die eigene Katze eben auch ein vollständiger Teil der Familie ist, mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen.

Katzenbesitzer sollten daher gut darauf achten wie viel Gesellschaft und Fürsorge die eigenen Katzen brauchen – eine Katze die „zu viel“ Aufmerksamkeit bekommt, kann genau so krank werden, wie eine Katze die „vernachlässigt“ wird. Manchmal beschäftigen sich die Menschen einfach zu sehr mit sich selbst und vergessen dabei was die eigene Katze wirklich braucht.