Wer schon einmal eine Katze beim Schlafen beobachtet hat, hat sich sicher auch die Frage gestellt, ob Katzen wie wir Menschen träumen. Diese Frage beschäftigt nicht nur uns, sondern auch so manche Forscher und Universitäten.

Vielschläfer – Katzen wissen, was ihnen gut tut

Katzen schlafen 15 bis 20 Stunden am Tag. Doch nicht, weil sie faul sind. Sie brauchen den Schlaf, um gesund zu bleiben. Nicht nur Körper und Psyche erfahren Regeneration. Auch die Zellerneuerung läuft in dieser Zeit auf Hochtouren. Deshalb ist es wichtig, Katzen einen ruhigen, sicheren und ungestörten Schlaf zu gewährleisten.

Forscher fanden heraus, dass Katzen ähnliche Schlafphasen haben, wie wir Menschen und andere Säugetiere. So sind sie zu einem Großteil der Zeit am Dösen, nehmen am Geschehen in ihrem Umfeld Anteil und sind bei Gefahr oder Lärm sofort hellwach. Es seien ca. 4 Stunden, in der sich Katzen in der Tiefschlafphase befinden. Zuckende Ohren, Schnurrbarthaare, Pfoten und Schwanzspitzen verraten diese Schlafphasen unserer Vierbeiner sehr genau.

Traum oder nicht Traum, das ist hier die Frage

Genau wie beim Menschen erleben Katzen die REM-Phase. Rapid Eye Movement bedeutet diese Abkürzung und bezeichnet die Begleiterscheinung des Augenrollens in der Tiefschlafphase. Es wurde herausgefunden, dass wir in dieser Zeit die meisten Träume haben. Warum also nicht auch unsere Fellnasen?

Durch zahlreiche Beobachtungen und Messungen kommen die Forscher zu der Annahme, dass auch Katzen im Tiefschlaf Erlebtes und aufgenommene Reize verarbeiten. Ob sie dabei von Mäusejagden oder Kuscheleinheiten träumen, konnten sie natürlich nicht belegen. Glaubwürdig erscheint jedoch, dass auch das Unterbewusstsein von Katzen diese Regeneration der Psyche vornimmt.

Träumen oder nicht – Schlaf ist wichtig für die Gesundheit

Solange Katzen nicht sprechen können oder wir in der Lage sind, mit ihnen klar zu kommunzieren, wird es wohl eine These bleiben, dass Katzen träumen. Beobachten wir aber unsere Tiere beim Schlafen, werden wir sicher feststellen, dass sie uns sehr ähnlich erscheinen. Ob These oder Wahrheit, wichtig ist es auf jeden Fall, Katzen in der Tiefschlafphase nicht zu stören, nur weil uns nach Spielen oder Kuscheln ist.

Katzen sind hervorragend darin, sich unseren Lebensgewohnheiten anzupassen. Sie sind eigentlich nachtaktive Tiere. Doch um am Familienleben mit ihren Zweibeinern teilhaben zu können, richten sich die meisten Katzen nach uns. Geben wir ihnen doch auf unsere und artgerechte Art etwas von diesem Großmut zurück und versuchen, ihren Bedürfnissen so gut wie möglich nachzukommen.
Wer weiß, vielleicht träumen unsere Katzen dann auch mal etwas Schönes von uns?