Ein oft diskutiertes Thema ist die Wahl des Futters. Soll die Katze Trockenfutter bekommen oder mit Nassfutter ernährt werden? Oder einer Mischung aus beidem? Es gibt viele Pro und Kontras für beide Seiten und wir sind gespannt auf Eure Erfahrungen.

Trockenfutter

Landläufig hält sich die Meinung, dass Trockenfutter gut für die Ernährung von Katzen sei. Dabei werden verschiedene Gründe angeführt, um dies zu untermauern. Über das Trockenfutter könne sich die Katze selbst einteilen, wieviel Futter sie braucht und hat es immer „frisch“ parat. Desweiteren sei das Zerkauen des Trockenfutters gut für die Zahnhygiene.

Sicher gibt es Katzen, die sehr gut wissen, wieviel Futter sie benötigen. Jedoch neigen vor allem Hauskatzen dazu, aus Langeweile zu fressen. Immerhin haben auch sie den Drang des Jagens in sich, der dann wenigstens durch das Verspeisen der „Beute“ befriedigt wird. Nicht selten führt das zu Übergewicht und psychischen Auffälligkeiten.

Der positive Effekt für die Zahnhygiene ist nach Meinung vieler Katzenbesitzer und Experten eher als gering einzustufen. Mancher geht gar so weit und hebelt diese Aussage komplett aus. Dafür verwendet man den Vergleich eines Butterkekses. Wer solche isst, weiß, wie sehr sich der Brei zwischen den Zähnen festsetzt und nur durch gründliche Hygiene entfernt werden kann. Klingt logisch für uns.

Erschwerend kommt hinzu, dass Katzen meist zu wenig Trinkwasser zu sich nehmen. Die Ernährung mit Trockenfutter erhöht diesen Bedarf enorm und wirkt sich auch hier eher negativ auf die Gesundheit aus. Obendrein enthält es oft viel zu viele Kohlenhydrate.

Nassfutter

Die Katzenernährung mit Nassfutter kann eine Wissenschaft für sich sein. Will man seinem Tier wirklich etwas Gutes tun, kommt man um intensive Recherche, Ausprobieren und Testen nicht herum. Zwar gilt das Füttern von Nassfutter (neben der Gabe von rohem Fleisch) als relativ artgerecht, ist aber nur gesund, wenn man hochwertiges Futter verwendet.

Hochwertiges Nassfutter zeichnet sich durch einen hohen Fleischanteil (Muskelfleisch), klare Deklaration und wertvolle Inhaltsstoffe aus. Was in vielen Nassfuttern enthalten ist, lässt einem die Haare zu Berge stehen. Von minderwertigem Fleisch bis hin zu widerlichen Schlachtabfällen, Zucker und Sättigungsmitteln ist alles dabei. Es wird mit Beigabemengen getrickst und per Hochglanzwerbung das Gefühl vermittelt, der Katze ein Gourmet-Dinner sondersgleichen zu präsentieren.

Hochwertiges Nassfutter wird als Alleinfuttermittel empfohlen. Jedoch gibt es zu beachten, dass wichtige Ergänzungsstoffe wie z.B. Taurin enthalten sein müssen. Am Tag sollten mehrere kleine, zimmerwarme Rationen verabreicht werden. Nicht gefressenes Futter soll spätestens nach einer Stunde entfernt werden, um Verderb und Fliegeneierbefall zu vermeiden. Das Verabreichen von Trinkwasser bleibt ein wichtiges Thema.

And the winner is…

Trockenfutter vs. Nassfutter – wer ist denn nun der Sieger? Wir von Lucie & Nala sind der Meinung, dass es keine allgemeingültige Aussagen gibt. Was der einen Katze schadet, kann der anderen gut tun. Unserer Erfahrung nach hat sich jedoch eine gesunde Mischung bewährt.

Wir füttern unseren Lieblingen hauptsächlich hochwertiges Nassfutter, kleinere Portionen Trockenfutter und ab und an auch mal rohes rotes Fleisch. Das Trockenfutter bieten wir am liebsten als Belohnungshappen an oder verstecken es überall in kleinen Säckchen. So haben unsere Katzen immer etwas zu Jagen, zum Spielen und etwas Leckeres.

Wie handhabt Ihr die Fütterung Eurer Katze? Mischt Ihr oder bevorzugt Ihr das eine oder das andere? Wir sind gespannt auf Eure Erfahrungsberichte und Meinungen.